WANN & WO?
Donnerstag, 16. Januar 2020,
ab 19.30 Uhr, im Musikerheim Schneppenbach (Kirchpfad 2, 63825 Schöllkrippen)
WAS?
Bürgerdialog „Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Verkehr und Digitales“
INFO:
Die CSU möchte den Öffentlichen Personennahverkehr ausbauen, die Standortbedingungen für Wirtschaft und Handwerk stärken und die Digitalisierung  im kommunalen Bereich voranbringen.
Rund 150 interessierte Bürgerinnen und Bürger jeden Alters waren der Einladung der CSU Schöllkrippen, gefolgt, um im Musikerheim Schneppenbach im Rahmen eines Bürgerdialogs über die Themen Wirtschaft, Arbeitsmarkt Verkehr und Digitales zu diskutieren.
Gesprächspartner waren  Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach,  CSU- Landratskandidat  Dr. Alexander Legler, CSU-Bürgermeisterkandidat Marc Babo, der Geschäftsführer der VAB Ioan Logigan,  sowie der Vorsitzender der Mittelstandsunion Dirk Reinhold.  Moderator des Abends war der Vorsitzende der CSU Kreistagsfraktion  Dr. Marco Schmitt.
Der Bürgerdialog hatte ein klares Ziel: den Gästen die Chance zu bieten, in der Diskussion zur Zukunft der Region zu Wort zu kommen und kommunale Themen anzusprechen. Als Impulse für den Dialog dienten die Kurzreferate der Experten, die mit Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Themen für Verständnis und viel Transparenz sorgten.
Digitalministerin Judith Gerlach setzte vor allem bei der Digitalisierung der Verwaltung einen Schwerpunkt. „Wenn wir den Menschen in den Mittelpunkt unserer Bemühungen in der digitalen Transformation stellen wollen, brauchen wir Lösungen, die den Menschen Vorteile bringen.“ Das gelte für das persönliche Umfeld, aber auch für die Kommunikation mit dem Staat. „Unsere Verwaltung muss sich nicht nur digitalisieren, sondern sich zum bürgerfreundlichen Servicestaat entwickeln“, so die Ministerin.
Landratskandidat Dr. Alexander Legler plädierte für die Verbesserung der Infrastruktur im Verkehrswesen, im medizinischen Bereich und in den Bereichen Bildung und Radwegenetz, um die Region auch für Firmen attraktiv zu halten, denn:  „Spitzen-Leute kommen, wenn jeweils vor Ort die Lebensqualität stimmt“. Diese sei im Landkreis und seinen 32 Gemeinden bereits sehr hoch. Dennoch gebe es für den Landkreis im Rahmen seiner Zuständigkeiten, z. B. im Bereich Bildung, ÖPNV und medizinische Versorgung mit Blick auf Bedarf und Möglichkeiten  eine Vielzahl an Verbesserungen. Dies gelte auch beim Ausbau der Radwege. „Das Angebot im ÖPNV müssen wir erweitern, beispielsweise für bessere Taktungen und mehr Verbindungen sorgen  und die Tarife günstiger gestalten: Stichwort 365-Euro-Ticket für alle. Aber auch die oftmals sehr teuren Preise für Fahrten auf Kurzstrecken müssen günstiger werden, um den Umstieg auf Bus und Bahn attraktiver zu machen.“ Das diene, so Legler, zugleich dem Schutz von Umwelt, Natur und Klima. Diesbezüglich lobte er auch den Einsatz der heimischen Landwirtschaft und regionalen Erzeuger und rief zu umfassender Wertschätzung für sie auf und warb zugleich für den Kauf von heimischen Erzeugnissen! „Damit stärken wir unsere heimischen Produzenten und sichern so zugleich Ausbildungs- und Arbeitsplätze!
Marc Babo sieht Schöllkrippen in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Verkehr als Motor im oberen Kahlgrund, von dem die gesamte Region profitieren könne. Er wolle optimale Rahmenbedingungen schaffen und ein zuverlässiger Partner für Unternehmer und Gewerbetreibende sein. Es  sei wichtig Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen und zu erhalten. In der Digitalisierung sieht er die Chance, die Verwaltung noch bürgerfreundlicher und transparenter zu machen. Im ÖPNV sprach er sich für den Ausbau von Schnellbuslinien aus.
Dies befürwortete auch der Geschäftsführer der VAB Ioan Logigan, der die zeitnahe Einführung von digitalen Zahlungsmöglichkeiten forderte, um die Attraktivität einer Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zu steigern. Außerdem zeigte er Möglichkeiten auf, die bestehenden Linien besser zu vernetzen. Des Weiteren wurden von ihm Komfort, der Fahrplan- und die generelle Preisgestaltung angesprochen.
Dirk Reinhold, Unternehmer und Vorsitzender der Mittelstandsunion Aschaffenburg, appellierte an die Unternehmen, sich nicht von den Digitalisierungsthemen abschrecken zu lassen, sondern diese als Chance zu nutzen, um weiterhin erfolgreich zu sein. „Es bedarf einfach nur, die Arbeit und den Einsatz der Arbeitskräfte neu zu denken.“
Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich aktiv einzubringen, Fragen zu diskutieren und sich auszutauschen. Themen wie der Tarifdschungel im öffentlichen Nahverkehr, die Mobilfunknetzabdeckung,  Datenschutz, Stromverkauf und Klimagesetze wurden angesprochen.
Auch die Verkehrs-Situation auf der A3 wurde angesprochen. Hierzu verwiesen die Experten auf das bereits in Arbeit befindliche regionale Mobilitäts- und Siedlungskonzept 2035 und den möglichen Einsatz von verkehrs-senkenden und verkehrs-leitenden Systemen.
Dr. Marco Schmitt, der den Abend moderierte bedankte sich mit regionalem Honig bei den Gästen für den interessanten Austausch.
Bürgermeisterkandidat Marc Babo sprach das Schlusswort und zeigte sich erfreut  über das große Interesse an der Veranstaltung.  Er versprach, den offenen Dialog fortzusetzen und lud zu weiteren Veranstaltungen ein.
Die nächste Gelegenheit zum Austausch bietet sich am Samstag, 25.Januar 2020 ab 10:00 Uhr bei „Kaffee, Kuchen, Kommunales“, einem gemeinsamen Frühstück im Cafe Denk mit Marc Babo und Bundestagsabgeordneter Andrea Lindholz.

Foto1:  Dr. Marco Schmitt, Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion, moderierte die hochkarätige Podiomsdiskussion.
Foto 2: Die Podiumsteilnehmer: Dirk Reinhold, Marc Babo, Judith Gerlach,Ioan Logigan, Dr. Alexander Legler, Dr. Marco Schmitt
Foto 3: Bürgermeisterkandidat Marc Babo erläutert seine Ziele.
Foto 4: Voll besetztes Dorfgemeinschaftshaus Schneppenbach.